Pharmaindustrie verlangt Mondpreise und verdient Vermögen


Maßlos überzogene Preise für Medikamente sind kein Einzelfall, sondern eine logische Folge des Geschäftsmodells der Pharma-Investmentindustrie. Anders als bei wissenschaftlich begründeten Naturheilverfahren basiert das Pharma-Geschäftsmodell auf der Entwicklung und Patentierung synthetischer Wirkstoffe, die vorzugsweise die Symptome einer Krankheit lindern. Die eigentliche Ursache bleibt in der Regel unbehandelt. Dadurch bleiben sogenannte »Volkskrankheiten« als lukratives Geschäftsfeld erhalten.

Dieser RT-Bericht beleuchtet verschiedene Beispiele für schamlose Preisaufschläge. 2015 sorgte der Fall rund um den Manager Martin Shkreli weltweit für Schlagzeilen. Shkreli hatte den Preis für das Medikament Pyrimethamin schlagartig um 5.000 Prozent angehoben. Zudem gab sich der Manager uneinsichtig und arrogant. Öffentliche Auftritte im Stile Shkrelis sind eine Ausnahme. Seine Handlungsweise ist es jedoch nicht. Mit völlig überzogenen Mondpreisen verdient die Pharmaindustrie Milliarden. Je lebenswichtiger der Wirkstoff, desto unverschämter der Preis. Teilweise wurden die entsprechenden Medikamente sogar mit staatlichen Geldern entwickelt. Den Nutzen streichen jedoch nur die Aktionäre ein.

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